Sarah Abitan: „Ich bin in Straßburg wahnsinnig verliebt!“

Seit der Eröffnung von Gat’ô vor zwei Jahren, ihrer laktosefreien Konditorei in Straßburg, geht es für Sarah Abitan stets weiter. Kürzlich unter den Top 10 der „edelsten Konditoren des Magazins Capital“ gelistet, hat sie die Zusammenarbeit mit lokalen Designern vertieft (etwa die münsterförmigen Bûches de Noël, kreiert in Zusammenarbeit mit dem Atelier Maison Magique) und begibt sich regelmäßig nach New York, um Videos mit klassischen Rezepten der französischen Pâtisseriekunst zu produzieren.

Seit der Eröffnung von Gat’o ist viel passiert!
Sarah Abitan : Ja, es ist ziemlich verrückt! Nicht umsonst sagt man, dass Konditor ein leidenschaftlicher Beruf ist: Wir lassen nie nach, wir sind ständig bei 200%. Ich habe immer daran geglaubt.

Was war Ihr erstes Ziel?
S.A. : Unser Ziel war es, leichtere, bekömmlichere Backwaren herzustellen, aber ohne dabei an Authentizität zu sparen. Es gab viel zu forschen und umzuschreiben, um traditionelle Rezepte ohne Milchprodukte, die durch pflanzliche Produkte ersetzt wurden, zu realisieren. Unsere Backwaren sind laktosefrei, aber 90% unserer Kunden sind Menschen, die zu uns kommen, weil es ihnen schmeckt und nicht, weil sie an einer Intoleranz oder Allergie leiden.

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Heute arbeiten Sie mit lokalen Designern zusammen (Amandine Giraudo vom Atelier Maison Magique, Sonia Verguet, Dan 23….), um sehr visuelle Backwaren zu ersinnen, woher kommt dieser Wunsch?

S.A. : Der kreative Teil ist ein integraler Bestandteil unseres Berufes: Es muss gut sein und schön und schön und gut. Und ich selbst bin seit meiner frühesten Kindheit Künstlerin – ich male, zeichne, ich besuchte die Modeschule -, da war es irgendwann ganz natürlich, sich an der lokalen Kreation zu beteiligen, indem ich mit anderen zusammenarbeite.

Das spiegelt auch eine Art Verbundenheit mit der Region wider…
S.A. : Ich bin in Straßburg wahnsinnig verliebt. Ich liebe meine Stadt sehr und für mich ist es eine Art und Weise, sie auch über die Grenzen hinaus bekannt zu machen.

Wie haben Sie reagiert, als Sie in die Top 10 der wertvollsten Konditoren aufgenommen wurden?
S.A. : Es war mir eine große Ehre, an der Seite anderer Konditoren wie Christophe Michalak und Pierre Hermé zu stehen. Aber das ändert nichts an unserer Arbeitsweise. Ich habe mich für diesen Job entschieden, weil ich Menschen mag. Und wenn du liebst, was du tust, dann gibst du viel Liebe in das, was du tust, und du versuchst, es gut zu machen. Jede Backware, die aus meinem Labor kommt, bedeutet ein Stück Wohlbefinden. Meine tägliche Belohnung ist es, eine kleine Oma in meinen Laden kommen zu sehen und sich vorzustellen, wie sie das von ihr gewählte Gebäck probiert.

Wie optimistisch sind Sie?

S.A. : Man muss an sich selbst glauben. Wenn man an sich selbst glaubt, ist man zu allem fähig. Und es braucht viel Geduld…. Alles kommt zur richtigen Zeit zu denen, die zu warten wissen, das ist mein Leitmotiv.

Pâtisserie Gat’ô
55, avenue des Vosges à Strasbourg
03 90 41 73 78